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Es gibt mehr als eine „Hölle“ in der Bibel E-Mail Drucken
Geschrieben von Vereinte Kirche Gottes  
Friday, 16 April 2021

Es gibt mehr als eine "Hölle" in der Bibel

Nur wenige Minuten des Recherchierens genügen, um zu erfahren, dass vier verschiedene Wörter im Urtext der Bibel mit „Hölle“ in der weitverbreiteten Lutherbibel übersetzt werden.
Überraschenderweise haben drei dieser Wörter nichts mit der allgemeinen Vorstellung der Hölle zu tun! Aus diesem Grund werden diese Wörter in modernen Bibeln anders übersetzt oder ganz weggelassen.

Die erste „Hölle“ ist das hebräische scheol und das griechische hades.
Scheol wird im Alten Testament als „Hölle“ übersetzt.
Es bezieht sich „auf den Zustand und Verbleib der Toten; folglich ist es das Grab, in dem der Körper ruht“ (William Wilson, Wilson’s Old Testament Word Studies, Stichwort „Hell“, Seite 215).

Das Gegenstück zum hebräischen scheol in der griechischen Sprache des Neuen Testaments ist hades, das ebenfalls das Grab bedeutet. In den neutestamentlichen Bibelstellen, in denen Verse aus dem Alten Testament mit dem hebräischen Wort scheol zitiert werden, wird das griechische Wort hades für scheol benutzt. Wie es bei dem Wort scheol der Fall ist, wird hades in modernen Übersetzungen als „Grab“ übersetzt.
In keinem Fall bedeutet es einen Ort der feurigen Qual.

Die zweite „Hölle“ ist das griechische tartaroo, das nur einmal in der Bibel vorkommt:

"Denn Gott hat selbst die Engel, die gesündigt haben, nicht verschont, sondern hat sie mit Ketten der Finsternis in die Hölle gestoßen und übergeben, damit sie für das Gericht festgehalten werden;." (2.Petrus 2, 4).
Andere Bibeln übersetzen nicht mit Hölle, sondern mit "Abgrund" oder mit "Tartarus".

 

Petrus bezieht sich damit auf die Engel, die gesündigt haben – Dämonen –, die deshalb in ihrem Wirkungskreis eingeschränkt sind. Die gefallenen Engel sind von Gott auf der Erde gebändigt und warten dort auf das endgültige Gericht für ihre Rebellion gegen ihren Schöpfer. Tartaroo bezieht sich allein auf Dämonen. Mit einem Höllenfeuer, in dem böse Menschen ewig bestraft werden, hat es nichts zu tun.

Die dritte „Hölle“ ist das griechische gehenna. Wie diverse Nachschlagewerke erklären, leitet sich gehenna vom hebräischen gaihinnom ab, mit der Bedeutung „Hinnomtal“. Das Tal, das abwärts der Jerusalemer Stadtmauer lag, wurde zur städtischen Müllhalde. Unrat, Tierkadaver und die Leichname von Verbrechern wurden von oben ins Tal hinuntergeworfen. Dort wurde der Müll von Flammen verzehrt, denn im Tal loderte das Feuer praktisch kontinuierlich. Jesu Zuhörer wussten sehr wohl, was er mit einem alles – auch Kadaver und Leichname – verzehrenden Feuer meinte. Er warnte, dass ein ähnliches Feuer das Schicksal all derjenigen sein wird, die ihre bösen Taten nicht bereuen (Matthäus 5,22. 29-30; 23,15. 33; Lukas 12,5) – ihre Existenz wird im Feuersee enden.
In diesen Stellen steht das Wort "gehenna", was nichts mit der Hölle zu tun hat.

Hölle: Hel, Hades, Gehenna, Tartarus, Abyssos, Abaddon, Scheol,
Obige Ortsbezeichnungen ganz unterschiedlicher Orte wurden von Luther alle einheitlich und damit alle falsch in Hölle übersetzt.

"Hölle" entstammt dem Begriff "Hel". "Hel" ist auch der Name der skandinavischen Todesgöttin und ihres Reiches und wurde dann entgegen dem biblischen Hades zu einem Phantasieort, in dem Menschen nach dem Tod bei Bewußtsein sind und meist ohne Ziel brutal bestraft werden. (von www.teschuwa-hausisrael.org.

Text entnommen aus der Zeitschrift "Gute Nachrichten" März-April 2018 der Vereinten Kirche Gottes.

Weiterführende Lektüren und Broschüren finden Sie auf unserer Web-Seite : www.gutenachrichten.org

Letztes Update ( Friday, 16 April 2021 )
 
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