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Im AT wurde Gott gesehen, NT sagt, niemand hat Gott gesehen. E-Mail Drucken
Geschrieben von Vereinte Kirche Gottes  
Monday, 10 August 2020

Im AT wurde Gott gesehen, NT sagt, niemand hat Gott gesehen.

Widerspricht sich hier die Bibel?

In Johannes 1, Vers 18 lesen wir:

„Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt.“
In Vers 14 erklärt Johannes, dass er selbst Zeuge des „Wortes“ war, das im Fleisch als Jesus Christus erschienen ist. Da also Johannes Jesus Christus selbst gesehen hatte, kann mit „Gott“ in Vers 18 unmöglich Christus gemeint sein, obwohl Christus selbst Gott war:
"Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist." (Joh 1, 1-3).
Der Gott, den niemand gesehen hatte, musste daher Gott, der Vater, sein.
Christus hat uns also Gott, den Vater, verkündigt:
"Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt." (Joh 1, 18).
Wenn Gott, der Vater, den Israeliten in der Zeit des Alten Testaments als Gott begegnete, warum musste Jesus ihn dann verkündigen? Das ergibt doch keinen Sinn. Wenn Gott, der Vater, schon bekannt gewesen wäre, hätte ihn Jesus nicht offenbaren müssen.

 

Auch in seinem ersten Brief schreibt Johannes:

„Niemand hat Gott jemals gesehen“ (1. Johannes 4,12).
Die Forschung schätzt, dass Johannes sein Evangelium und seine Briefe gegen Ende des ersten Jahrhunderts verfasste.Es scheint, dass er zu dieser Zeit der einzige noch lebende Apostel war. Er hatte mehr als ein halbes Jahrhundert lang Zeit gehabt, über seine Erfahrungen mit Jesus Christus nachzudenken und die Lehren seines Meisters zu verarbeiten. Dass niemand Gott gesehen hatte, wird er von Jesus selbst vernommen haben. Nach so vielen Jahren wird sich Johannes der Tragweite seiner Aussage bewusst gewesen sein.Auch aus dem Mund von Jesus selbst haben wir zwei einschlägige Aussagen:
„Und der Vater, der mich gesandt hat, hat von mir Zeugnis gegeben. Ihr habt niemals seine Stimme gehört noch seine Gestalt gesehen“ (Johannes 5,37).

 

„Nicht als ob jemand den Vater gesehen hätte außer dem, der von Gott gekommen ist; der hat den Vater gesehen“ (Johannes 6,46).

Hier sagt Jesus, dass nur er, der von Gott gekommen ist, Gott gesehen hat.

 

Kein Mensch hat den Vater gesehen.
Wer hat Gott im Alten Testament gesehen?
Und doch im Alten Testament lesen wir mehrmals davon, dass Menschen Gott gesehen haben. Hier ist eine Auswahl an Beispielen.
• Abraham (1. Mose 12,7; 1. Mose 15,1; 1. Mose 18,1)
• Isaak (1. Mose 26,2; 1. Mose 26,24)
• Josua (Josua 6,2)
• Jakob (1. Mose 28,13; 1. Mose 32,30; 1. Mose 35,9-10)
• Mose (2. Mose 3,6; 2. Mose 33,11; 2. Mose 33,21-23) • Mose, Aaron und die siebzig Ältesten Israels (2. Mose 24,9-11)
• Gideon (Richter 6,14)
• Salomo (1. Könige 11,9)

In den meisten dieser Fälle gibt es eine Begegnung von Angesicht zu Angesicht. Einmal heißt es zwar, dass Abraham Gott in einer Offenbarung sah:

"Nach diesen Geschichten begab sichs, dass zu Abram das Wort des HERRN kam in einer Offenbarung: Fürchte dich nicht, Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn." (1. Mose 15, 1),
und von Jakob wird einmal berichtet, dass er Gott in einem Traum erblickte:
"Und der HERR stand oben darauf und sprach: Ich bin der HERR, der Gott deines Vaters Abraham, und Isaaks Gott; das Land, darauf du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben." (1. Mose 28, 13).
Aber sowohl Abraham als auch Jakob haben Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen.
Abraham hat mit Gott sogar gegessen (1. Mose 18,1-8) und
Jakob hat mit Gott gerungen (1. Mose 32,25-31).

 

Bei diesen Begegnungen wird Gott mit folgenden Bezeichnungen identifiziert:

„Gott“ (hebräisch „Elohim“), „der Herr“ (hebräisch „JHWH“ bzw. „Jahwe“),
„der Gott Israels“,
„der Gott eurer Väter“,
„der Gott Abrahams,
der Gott Isaaks, und
der Gott Jakobs“,
„der allmächtige Gott“ (hebräisch „El Schaddai“),
„das Wort des Herrn“,
„der Engel des Herrn“,
„Ich werde sein, der ich sein werde“ und
„Ich werde sein“ bezeichnet.

Wie können wir diese Begegnungen mit der Aussage „Niemand hat Gott je gesehen“ vereinbaren?

Wir haben vorhin gesehen, dass sowohl Johannes als auch Jesus selbst erklären, dass kein Mensch jemals Gott, den Vater, gesehen hat. Wen haben also Abraham, Isaak, Jakob, Mose, Aaron und die anderen dann gesehen?

Der scheinbare Widerspruch löst sich auf, wenn wir bedenken, dass es zwei Gottwesen gab. Gott, den Vater, hatte niemand gesehen, aber das andere Gottwesen hatte man schon gesehen.Wenn Menschen Gott gesehen haben, dann haben sie das Wort gesehen, das auch Gott war (Johannes 1,1) und später im Fleisch als Jesus Christus erschien:

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort . . . Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit“ (Johannes 1,1. 14).
Es liegt daher kein Widerspruch vor:
".. wie sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst Gott -, weil ich sage: Ich bin Gottes Sohn?" (Johannes 10, 36).
Aus der Schrift geht also hervor, dass es Jesus war, der den Erzvätern, den Propheten und dem Volk Israel als Gott, im Auftrag von Gott, dem Vater, begegnete. Als Christus Mensch wurde, war Gott, der Vater, den Israeliten unbekannt. Sie hatten nie den Vater, sondern nur das Wort bzw. den Sprecher Gottes gesehen – Jesus Christus, der unter anderem in die Welt kam, um den Vater zu offenbaren.

 

Text entnommen aus der Zeitschrift "Gute Nachrichten" Juli-August 2020 der Vereinten Kirche Gottes.

Weiterführende Lektüren und Broschüren finden Sie auf unserer Web-Seite : www.gutenachrichten.org

Letztes Update ( Monday, 10 August 2020 )
 
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