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Weitverbreitete Vorstellungen von Engeln, die falsch sind E-Mail Drucken
Geschrieben von Vereinte Kirche Gottes  
Friday, 21 December 2018

Weitverbreitete Vorstellungen von Engeln, die falsch sind

Die Menschen haben eine Reihe von Vorstellungen von Engeln, die nicht genau das widerspiegeln, was in der Heiligen Schrift offenbart wird. Beispielsweise gibt es in den meisten Beschreibungen von Engel-Erscheinungen in der Schrift keine Erwähnung von Flügeln. In nur zwei Visionen – also keine leibliche Erscheinungen – werden Flügel erwähnt. Es gibt auch andere weitverbreitete falsche Vorstellungen.

 

Glitzernde Heiligenscheine

Ein typisches Merkmal der Engelskostüme in Kinderaufführungen mit biblischen Motiven ist ein glitzernder Heiligenschein. Der angebliche Lichtring über dem Kopf soll Heiligkeit darstellen. Dies erinnert an viele mittelalterliche Kunstwerke, in denen biblische Gestalten mit einem Heiligenschein oder einer leuchtenden goldenen Scheibe über oder hinter dem Kopf dargestellt sind. Tatsächlich wurde dieses Bild – auch bekannt als Nimbus, Aureole, Glorie oder Gloriole – in der sakralen Kunst nicht nur des Christentums, sondern vieler Religionen verwendet.

 

Wir finden es z. B. bei den Griechen und Römern der Antike. Die strahlende Krone des Sonnengottes Helios wurde im Koloss von Rhodos dargestellt (und später für die amerikanische Freiheitsstatue kopiert). Es wurde auch in Bildern hellenistischer und römischer Herrscher verwendet. Dies mag mit dem zoroastrischen göttlichen Glanz verbunden gewesen sein, der die persischen Könige kennzeichnete. Der Heiligenschein kommt ebenfalls in der alten hinduistischen und buddhistischen Kunst vor.

Und es geht noch viel weiter zurück.

„Die religiösen Schriften der Sumerer sprechen häufig von . . . einem, brillanten, sichtbaren Glanz, der von Göttern, Helden, manchmal von Königen, aber auch von Tempeln großer Heiligkeit und von Gottessymbolen und -emblemen ausgestrahlt wurde‘“ (Wikipedia, https://en.wikipedia.org/wiki/Halo_ (religious_iconography).
Tatsächlich sehen wir sie prominent als die Sonnenscheibe von Ra, dem ägyptischen Sonnengott.

 

Wie die Herausgeber der Encyclopaedia Britannica betonen:

„Wegen ihres heidnischen Ursprungs wurde die Form [des Heiligenscheins] in der frühchristlichen Kunst vermieden, aber ein einfacher kreisförmiger Nimbus wurde von christlichen Kaisern für ihre offiziellen Porträts übernommen. Ab Mitte des 4. Jahrhunderts wurde Christus auch mit diesem kaiserlichen Attribut dargestellt . . .
Im 5. Jahrhundert wurde er manchmal bei Engeln verwendet, aber erst im 6. Jahrhundert wurde er für die Jungfrau Maria und andere Heilige zur Gewohnheit . . .

 

Während des Mittelalters wurde der Heiligenschein regelmäßig in Darstellungen von Christus, den Engeln und den Heiligen verwendet“ (Britannica.com/art/haloart). Auch wenn Christus und die Engel in der Tat eine herrliche Ausstrahlung haben – zum Beispiel mit leuchtenden Gesichtern –, hat dies nichts mit dem Heiligenschein zu tun, der ursprünglich ein heidnisches Symbol der Sonne war.

 

Engel: Müßig auf der Harfe klimpernd?

Eine weitere beliebte Vorstellung ist, dass Engel träge auf Harfen klimpern und dabei herumschweben oder auf den Wolken sitzen. Doch auch das sehen wir nicht in der Heiligen Schrift. Es ist wahr, dass einige Engel Harfen haben, während andere Engel andere Musikinstrumente spielen. Tatsächlich genießt Gott die Musik, und zumindest einige Engel erhielten große musikalische Fähigkeiten, wie es bei manchen Menschen der Fall ist.

 

Beachten Sie, was Gott zu dem Engel gesagt hat, der rebellierte und Satan wurde:

„Deine kunstvoll hergestellten Tamburine und Flöten waren bei dir; am Tag deiner Erschaffung wurden sie bereitet“ (Hesekiel 28,13; Schlachter-Bibel).
Der Apostel Johannes bezieht sich in Offenbarung 5, Vers 8 auf die 24 Ältesten, „und ein jeder hatte eine Harfe“ – vermutlich in Aufführungen und im Lobpreis vor Gott eingesetzt. Johannes hört später in Offenbarung 14, Vers 2 eine Stimme, die „wie von Harfenspielern [war], die auf ihren Harfen spielen“.

 

Es scheint, dass es Chöre und Orchester von Engeln gibt, die regelmäßig am Thron Gottes lobpreisen. Johannes sieht später eine Vision von Menschen, die sich am Musizieren beteiligen und „Gottes Harfen hatten“ (Offenbarung 15,2).

Da die physische Stiftshütte und der Tempel Gottes als Modell des himmlischen Tempels gedacht waren (siehe Hebräer 9,23-24), scheint es sehr wahrscheinlich, dass die levitischen Chöre und Musiker des physischen Dienstes dazu bestimmt waren, das anhaltende himmlische Lob, das auf Gott gerichtet ist, nachzuahmen.

 

Sitzen Engel auf Wolken?

Die Vorstellung, dass Engel auf Wolken herumlümmeln – und dass die Menschen das Gleiche nach dem Tod tun werden – kommt wahrscheinlich von einer Kombination aus archaischer Vorstellungskraft und falsch angewandten biblischen Erwähnungen von Wolken in Verbindung mit dem Himmel. Wie lautete Luzifers Vorhaben, Gott von seinem Thron zu stürzen?
„Ich will in den Himmel steigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen, ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden. Ich will auffahren über die hohen Wolken und gleich sein dem Allerhöchsten“ (Jesaja 14,13-14).
Gemeint ist aber nicht, dass Gott auf Wolken sitzt, sondern Luzifers Aufstieg aus der Erdatmosphäre über den Weltraum hinaus in eine andere Dimension.

 

Es gibt auch Prophezeiungen in der Schrift über Christi Rückkehr, wobei er mit oder auf „den Wolken des Himmels“ kommen wird (Daniel 7,13; Matthäus 24,30; Matthäus 26,64) – oder „in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit“ (Lukas 21,27). Wir wissen auch, dass Jesus als der Fels den alten Israeliten in einer Wolke mit Macht und Herrlichkeit erschien – in der Wolken- bzw. Feuersäule, die sie führte und auch auf die physische Stiftshütte herabstieg.

Als Jesus nach seiner Auferstehung in den Himmel aufstieg, „nahm ihn eine Wolke auf vor ihren Augen weg“. Engel sagten seinen Jüngern, er würde auf die gleiche Weise zurückkehren (Apostelgeschichte 1,9-11).

In den meisten dieser Passagen geht es um die Erdatmosphäre, wo es physische Wolken gibt. Und selbst physische Wolken können spektakulär sein. Sie haben zweifellos Wolken des Himmels gesehen, die von der Sonne wunderschön erhellt wurden, als eine großartige Darstellung der Majestät des Schöpfers. Auf jeden Fall ist das Bild von Engeln, die auf tatsächlichen Wolken sitzen, eher karikativ als biblisch.

Lassen Sie sich nicht von beliebten – aber falschen – Vorstellungen verführen. Erfahren Sie stattdessen, was die Bibel über Gottes mächtige Engel offenbart!

Text entnommen aus der Zeitschrift "Intern" Dezember 2018 der Vereinten Kirche Gottes.

Weiterführende Lektüren und Broschüren finden Sie auf unserer Web-Seite : www.gutenachrichten.org

Letztes Update ( Friday, 21 December 2018 )
 
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